Spezialitäten isländischer Küche

 
 

Traditionelles Essen
Was traditionsreiches isländisches Essen ist kann jeder Besucher eines Þorrablots mehr oder weniger detailiert erzählen. Der größte Teil davon scheint für den Festlandseuropäer ungenießbar zu sein oder zumindest nicht gerade das, was er sich unter einem Festtagsessen vorstellt. Beim sogenannten Þorrablót werden in den Frühjahrsmonaten die Nahrungsmittel aufgetischt, die über den Winter übrig geblieben sind, denn dann leerten die Isländer ihre Vorratskammern für  neue Lebensmittel. Heutzutage werden die traditionellen Gerichte eigens aus Island eingeflogen, um bei den jährlich im Februar/März stattfindenden Festenessen im Ausland aufgetischt zu werden. Und mal ehrlich, ein Blick in die Kühlregale unserer Supermärkte ähnelt dem isländischen sehr: Hühnerherzen, Rinderzunge... na, dann mal " guten Appetit! "
 
Svið
Hákarl
Hrútspungar
Hardfiskur
Hangikjöt
Rúgbrauð
Skyr
Lundi
Lachs
 
Svið
Das ist ein abgesengter Schafskopf. Dieses traditionelle Gericht besteht aus einem  halben (geschorenen) Schafskopf, der durchgekocht und nicht ausgenommen(!) auf den Tisch kommt. Die  älteren Isländer schwören darauf und nicht selten trifft man auf Eine(n), für den das Auge die beste Delikatesse ist.
 
Hákarl
Ob der fermentierte Hai (meistens Sandhai) schmeckt oder nicht, darüber gehen die Meinungen stark auseinander. Hergestellt wird er, indem Haifischfleisch über mehrere Monate gewässert und vergraben und somit von Ammoniak entgiftet  wird. Serviert wird er dann in kleinen Würfeln und oft mit einem Gläschen isländischem Schnaps, um den kräftigen Geschmack besser zu verteilen und zu vertragen
 
Hrútspungar
Säuerung mit Molke ist ein altbewährtes Konservierungsverfahren. Doch auf diese Weise behandelte Widderhoden sind nicht jedermans Geschmack und besonders dann, wenn man erfährt, was man gerade verspeist.
 
Harðfiskur
Der harte Trocken- oder Stockfisch beansprucht nicht wenig die menschlichen Kauwerkzeuge und wird in der Regel mit etwas Butter bestrichen und dann gegessen. Er riecht extrem, schmeckt aber sehr gut und häufig stoppt man den Genuss erst, wenn die Packung leer gegessen ist. Die beste Sorte ist der aus Schellfisch  hergestellte Trockenfisch, der zwar teuer ist, aber nicht so tranig schmeckt.
 
Hangikjöt
Ist geräuchertes und gepöckeltes Lammfleisch, welches dann noch gekocht wird. Dazu isst man Kartoffel oder gesüßten Kartoffelbrei sowie eine süße Milchsoße. Hangikjöt ist ein Festessen u.a. auch an Weihnachten und Sylvester.
 
Rúgbrauð
Das ist ein dunkles süßes Roggenbrot, das mehr gekocht als gebacken wird. In mancchen Gegenden geschieht das auch über heißen Quellen. Das Brot ist meist noch feucht und klebrig.
 
Skyr
Ist ein quarkähnliches Produkt, das durch Gerinnung von Magermilch mit Kälbermagenferment entsteht. Angerüht wird es meist noch mit Zucker, Milch und Sahne, wodurch eine cremige Delikatesse entsteht.
 
Lundi
Die Papageientaucher, die vor allem auf den Westmänner Inseln gefangen werden, ähneln in ihrem Geschmack am ehesten Wildbret, mit einem leichten tranigen Beigeschmack. Das Brustfleisch eines Vogels reicht aber meist nicht für eine Person.
 
Lachs
 Isländischer Lachs schmeckt besonders zart und zergeht genüsslich auf der Zunge. Er wird entweder gebeizt als Gravlachs mit Senfsoße gegessen. Man bekommt man ihn auch geräuchert, und manchmal geschieht das noch mit Schafsdung. Auch als Lachstartar oder gebraten wird dieser Edelfisch serviert.